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Autor Thema: Umstellung auf BARF  (Gelesen 1995 mal)

sabirei

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Umstellung auf BARF
« am: Mai 16, 2015, 09:29:21 Vormittag »
Sunto ist jetzt 4,5 Jahre und ich habe vor 7 Wochen von Trofu auf Barf umgestellt. Wir kommen beide bestens damit zurecht, auch der erste Kalbsbrustbeinknochen war kein Problem. Verdauungsbeschwerden sind nicht aufgetreten, ganz im Gegenteil.

Nur: er hat in den 7 Wochen genau 1 kg abgenommen (von 11,4 auf 10,4) und sieht rippig und eingefallen aus, ist aber fit wie eh und je, guckt munter aus der Wäsche und hat glänzendes Fell. Er bekommt 220 g Fleisch am Tag. Meine Barf-Beraterin meint, es wäre normal, wenn die Hund in den ersten 2-3 Monaten nach der Umstellung abnehmen, und ich sollte die Ration nicht erhöhen.

Zudem bilde ich mir ein, dass er verstärkt zittert (er hat schon von klein an das berüchtigte Terrierzittern gezeigt). Nun habe ich vorher stets nur Soloprotein-Trofu gegeben (Lachs und Lamm im Wechsel) und jetzt bekommt er alles bunt durcheinander.

Kann es sein, dass dieser für ihn ungewohnte Protein-Cocktail den Stoffwechsel hochpuscht, er deshalb mehr zittert und er als Folge davon mehr Kalorien verbraucht?

Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht und mir einen Rat geben?

Sabine

Nuggets

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Re: Umstellung auf BARF
« Antwort #1 am: Mai 16, 2015, 12:20:34 Nachmittag »
Für mich hört es sich an als wäre die Ration nicht ausreichend kalkuliert. Terrier verbrauchen durch ihr Nervenkostüm mehr Energie als 'normale' Hunde. Ich würde die Ration anpassen, evtl. die Energie über Fett zuführen.

Es gibt aber mittlerweile so viele Barfrichtungen, dass es echt anstrengend ist sich in jeden Plan reinzudenken.

Bei mir haben die Hündinnen schon ca. 250g Fleisch gefressen, die Rüden hatten meist 350g im Napf. Zusätzlich habe ich auch tierische Fette ergänzt, wenn sie mir zu wenig geworden sind.
Liebe Grüße von
Sandra & den Nuggets Foxis

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foxelius

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Re: Umstellung auf BARF
« Antwort #2 am: Mai 16, 2015, 14:07:59 Nachmittag »
Bei mir haben die Hündinnen schon ca. 250g Fleisch gefressen, die Rüden hatten meist 350g im Napf. 

Dazu eine generelle Frage, die ich habe zum Barfen:
Hattest du diese Fleischrationen "...bei mir haben die Hündinnen schon ca. 250g Fleisch gefressen, die Rüden hatten meist 350g im Napf"
über längere Zeit gefüttert, d.h. mehrere Jahre? - und ab welchem "Maß" pro kg Körpergewicht muss man aufpassen, dass der Hund nicht zu viel Eiweiß bekommt?
Bei Pitt hatte ich dann in den letzten 1,2 Jahren (also ab Alter 6,7 Jahre) das Fleisch reduziert von 200 g/10 kg Gewicht auf ca. 120 g am Tag (weil ich dazu etwas gelesen hatte, über Eiweißbedarf). Zugefüttert hatte ich immer etwas Fett und bei ihm auch Reis.
Mit 8 Jahren starb er ja dann leider...

Beim Junghund Niña  (7,5 kg, 10 Monate alt und nun das erste Mal läufig) bin ich auf ca. 180 g Fleisch am Tag runtergegangen, da das Körperwachstum ja abgeschlossen ist. Muss ich weiter reduzieren-?- Dazu gibt's ca. 1/3 Gemüse (zu 2/3 Fleisch) und immer auch Fett dazu.
Grüße von Beate und Niña

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Re: Umstellung auf BARF
« Antwort #3 am: Mai 16, 2015, 16:09:48 Nachmittag »
Fleisch ist ja nicht = Protein und Fleisch ist auch nicht = Fleisch.

Ich würde Sunto auch mehr füttern, kann man ja auch wieder reduzieren wenn er überspecken sollte. Zum Zittern - k.a.
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foxelius

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Re: Umstellung auf BARF
« Antwort #4 am: Mai 17, 2015, 08:47:13 Vormittag »
Fleisch ist ja nicht = Protein und Fleisch ist auch nicht = Fleisch.

Ich weiß das, und hatte mir damals auch den Proteingehalt meiner Fleischsorten genau angesehen.
Die Frage ist grundsätzlich: Wieviel Protein/Tag über längeren Zeitraum kann eine Hunde-Niere vertragen? ???
- Gibt's darauf überhaupt eine Antwort?

(die Frage ist unabhängig von dem Problem von Sunto)

« Letzte Änderung: Mai 17, 2015, 08:51:01 Vormittag von foxelius »
Grüße von Beate und Niña

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sabirei

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Re: Umstellung auf BARF
« Antwort #5 am: Mai 17, 2015, 09:14:50 Vormittag »
Noch einmal zu Sunto:

Danke für eure Antworten, sie decken sich mit dem, was mir meine Barf-Beraterin gestern dann auch gesagt hat. Wir haben uns jetzt
auf 320 g geeinigt und magere Fleichsorten durch fetthaltige ersetzt. Als Belohnungshappen gibt es die nächste Zeit klein gewürfeltes Rinderfett.

Wenn sich das mit dem extremen Zittern dann nicht innerhalb der nächsten vier Wochen gibt, muss ich weiter überlegen: entweder Schüssler-Salz oder Magnesiumtabletten. Vollständig werde ich das Phänomen wohl nie in den Griff bekommen, da es meiner Meinung nach genetisch bedingt ist. Ich weiß zwar nicht, ob Sunto oder seine Gesundheit darunter leiden, aber schön anzusehen ist es für mich nicht.

Sabine

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Re: Umstellung auf BARF
« Antwort #6 am: Mai 17, 2015, 10:16:35 Vormittag »
Fleisch ist ja nicht = Protein und Fleisch ist auch nicht = Fleisch.

Ich weiß das, und hatte mir damals auch den Proteingehalt meiner Fleischsorten genau angesehen.
Die Frage ist grundsätzlich: Wieviel Protein/Tag über längeren Zeitraum kann eine Hunde-Niere vertragen? ???
- Gibt's darauf überhaupt eine Antwort?

(die Frage ist unabhängig von dem Problem von Sunto)



"7.11 Chronische Niereninsuffizienz

7.11.1 Ursachen

[...] Die Rolle der Fütterung ist umstritten, die oft vermutete Beteiligung langfristig überhöhter Eiweißgehalte und eine daraus resultierende Schädigung der Glomerula mit nachfolgender entzündlicher Reaktion ist beim Hund nicht nachgewiesen worden. Klinisch-experimentelle Studien an partiell nephrektomierten Hunden sprechen gegen eine alimentäre Ätiologie."

Zentek, "Ernährung des Hundes", Enke-Verlag

Glomerula sind Nierenkörperchen, alimentär heisst sowas wie "durch die aufgenommene Nahrung bedingt", Ätiologie = Herkunft.

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Re: Umstellung auf BARF
« Antwort #7 am: Mai 17, 2015, 12:54:59 Nachmittag »
Wenn sich das mit dem extremen Zittern dann nicht innerhalb der nächsten vier Wochen gibt, muss ich weiter überlegen: entweder Schüssler-Salz oder Magnesiumtabletten. Vollständig werde ich das Phänomen wohl nie in den Griff bekommen, da es meiner Meinung nach genetisch bedingt ist. Ich weiß zwar nicht, ob Sunto oder seine Gesundheit darunter leiden, aber schön anzusehen ist es für mich nicht.


Sunto leidet sicher nicht unter dem Zittern. Meine Fips hatte es ganz extrem und hat 14 Jahre sehr gut damit gelebt. Wenn du was ausprobieren willst, dann würde ich B Vitamine und Magnesium empfehlen, damit haben wir in der Praxis gute Erfahrungen/Rückmeldungen.
Liebe Grüße von
Sandra & den Nuggets Foxis

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Re: Umstellung auf BARF
« Antwort #8 am: Mai 17, 2015, 12:56:47 Nachmittag »
Fleisch ist ja nicht = Protein und Fleisch ist auch nicht = Fleisch.

Ich weiß das, und hatte mir damals auch den Proteingehalt meiner Fleischsorten genau angesehen.
Die Frage ist grundsätzlich: Wieviel Protein/Tag über längeren Zeitraum kann eine Hunde-Niere vertragen? ???
- Gibt's darauf überhaupt eine Antwort?

(die Frage ist unabhängig von dem Problem von Sunto)



"7.11 Chronische Niereninsuffizienz

7.11.1 Ursachen

[...] Die Rolle der Fütterung ist umstritten, die oft vermutete Beteiligung langfristig überhöhter Eiweißgehalte und eine daraus resultierende Schädigung der Glomerula mit nachfolgender entzündlicher Reaktion ist beim Hund nicht nachgewiesen worden. Klinisch-experimentelle Studien an partiell nephrektomierten Hunden sprechen gegen eine alimentäre Ätiologie."

Zentek, "Ernährung des Hundes", Enke-Verlag

Glomerula sind Nierenkörperchen, alimentär heisst sowas wie "durch die aufgenommene Nahrung bedingt", Ätiologie = Herkunft.


Besser hätte man es nicht zusammenfassen können.
Liebe Grüße von
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sabirei

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Re: Umstellung auf BARF
« Antwort #9 am: Mai 17, 2015, 15:48:32 Nachmittag »
Zitat
B Vitamine und Magnesium
Wäre ein Präparat aus dem Humanbereich eine Option? Z.B. Taxofit 400 mit Vit. B (nehme ich nämlich selbst :biggrin:). 1/2 tgl.?

Sabine

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Re: Umstellung auf BARF
« Antwort #10 am: Mai 17, 2015, 19:56:40 Nachmittag »
Ich werde das morgen mal abgleichen. Heute gehe ich nicht mehr runter in die Praxis...
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