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Autor Thema: Kriterien für einen Deckrüden  (Gelesen 7956 mal)

schorsch

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Kriterien für einen Deckrüden
« am: August 11, 2009, 19:55:40 Nachmittag »
Jetzt haben wir einiges über autcross mitbekommen. Aber nach was für Kriterien sucht Ihr eigenlich die Deckrüden aus  ???

Nuggets

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Re: Kriterien für einen Deckrüden
« Antwort #1 am: August 11, 2009, 22:37:58 Nachmittag »
Habe mal ein neues Thema draus gemacht...  ;)

Aber nach was für Kriterien sucht Ihr eigenlich die Deckrüden aus  ???

Für mich gibt es einige Kriterien, die alle gleich stark gewichte, simmt also eines nicht, dann streiche ich ihn von der Liste:

Gesundheit (seine eigene und die der Verwandten/Nachzucht)
Er muss die Fehler meiner Hündin ausgleichen
Wesen, Arbeitsanlagen & Verhalten
Er muss Anschluss an meine züchterisch genutzte Linie bieten

Liebe Grüße von
Sandra & den Nuggets Foxis

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Man muss sie erzeugen
und die Lösungen werden folgen."
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anne-birko

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Re: Kriterien für einen Deckrüden
« Antwort #2 am: August 11, 2009, 22:56:51 Nachmittag »
Habe mal ein neues Thema draus gemacht...  ;)

Aber nach was für Kriterien sucht Ihr eigenlich die Deckrüden aus  ???

Für mich gibt es einige Kriterien, die alle gleich stark gewichte, simmt also eines nicht, dann streiche ich ihn von der Liste:

Gesundheit (seine eigene und die der Verwandten/Nachzucht)
Er muss die Fehler meiner Hündin ausgleichen
Wesen, Arbeitsanlagen & Verhalten
Er muss Anschluss an meine züchterisch genutzte Linie bieten
was genau meinst du mit Anschluss an deine züchterisch genutzte Linie bieten

Anmerkung Nuggts: Du hattest ins Zitat geantwortet habe das zur besseren Durchsicht in Ordnung gebracht...
« Letzte Änderung: August 11, 2009, 23:04:36 Nachmittag von Nuggets »
LG ANNE und Birko

Nuggets

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Re: Kriterien für einen Deckrüden
« Antwort #3 am: August 11, 2009, 23:07:18 Nachmittag »
Aber nach was für Kriterien sucht Ihr eigenlich die Deckrüden aus  ???
...
Er muss Anschluss an meine züchterisch genutzte Linie bieten
was genau meinst du mit Anschluss an deine züchterisch genutzte Linie bieten

Da ich Linienzucht betreibe heißt das in meinem Fall, dass er zu großen Teilen aus der Linie stammt und ggf. auch auf gleiche Ahnen zurückgeht.
Liebe Grüße von
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Knuddelbero

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Re: Kriterien für einen Deckrüden
« Antwort #4 am: August 11, 2009, 23:14:56 Nachmittag »
Da bin ich doch gleich mal neugierig und möchte fragen, wie es eigentlich um die Ruten bestellt ist - es gibt ja Foxterrier, die Wertvolles weiterzugeben haben, obwohl ausgerechnet die Rute nicht ganz so gelungen ist, wie der Standard es vorschreibt.

Geht es hier um die Summierung von "Fehlern" oder nicht wie gewünscht ausgeprägten Eigenschaften ein Hund besteht ja in der Regel aus mehr und ich habe erstaunlicherweise gelernt, daß auch Foxterrier mit kerzengerader Rute oft "nur" ein SG bekommen... krumme Ruten sollen doch auch dominant vererbt werden? Anmerkung: Auch wenn ich bald eine mehr als doppelt größere Wohnung haben werde, nein ich züchte nicht...  :biggrin: Ich finde das ganz allgemein von Interesse.

foxlove

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Re: Kriterien für einen Deckrüden
« Antwort #5 am: August 12, 2009, 00:04:05 Vormittag »
Wenn überzogen getragene Ruten oder Ringelruten dominant vererbt würden, dann würde man sie eigentlich gut in den Griff bekommen können. Aber es kommen auch bei Würfen bei denen beide Eltern korrekte Ruten haben Welpen heraus, die ihre Ruten überziehen.
Sicher werten die verschiedenen Richter die Ruten auch unterschiedlich schwer und es kommt bei der Betrachtung auch immer auf den ganzen Hund an.





Nuggets

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Re: Kriterien für einen Deckrüden
« Antwort #6 am: August 12, 2009, 08:56:26 Vormittag »
Oh was wäre das schön, wenn die überzogenen Ruten dominant vererbt würden. Aber leider folgen sie einem polygenen Erbgang...

Züchterisch ist es so, dass auch ein Rüde mit überzogener Rute eine Zuchtzulassung und sogar auch Zuchtempfehlung bekommen kann, wenn er sonst ein hervorragender Hund ist.

Fidget aus meiner Zucht ist ein gutes Beispiel: Die Rute mehr als bescheiden, aber da er ein hervorrragendes Gebäude hat, hat er auf der ersten Ausstellung seine Zuchtzulassung und auch Zuchtempfehlung bekommen, trotz der Rute.

Ich persönlich handhabe es so, dass ich -wenn ich 2 in allen Punkten gleichwertige Hunde zur Auswahl habe- den mit der korrekteren Rute nehme. Sofern ich mir sicher bin, dass die Ruten 'echt' sind... Habe ich die Wahl nicht, decke ich auch mit einem Schweinchen Namens Babe...

Ich habe lange mit einem befreundeten Züchter über das Problem gesprochen und er meinte, man müsste ein Problem (Fronten, Schultern, Hinterhandwinkelungen, Köpfe...) nach dem anderen angehen, er macht das jetzt so seit 40 Jahren und es passt. Derzeit ist er hinten angekommen und selektiert auf Ruten... Soweit bin ich noch nicht ich arbeite noch an den Schultern... 8-)
« Letzte Änderung: August 12, 2009, 14:28:18 Nachmittag von Nuggets »
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Knuddelbero

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Re: Kriterien für einen Deckrüden
« Antwort #7 am: August 12, 2009, 15:02:15 Nachmittag »
Finde ich interessant! Ich war ja lange der Meinung, daß Ruten evtl. doch überbewertet würden, doch auf unserer letzten Ausstellung wurde ich ja auch eines Besseren belehrt - wir müssen an was arbeiten, was nicht erblich ist  :biggrin: Das kriegen wir aber auch hin! Dann kann man auch erkennen, was ich für einen Hund habe...  :biggrin:

Auch ein Liebhaberhund darf meiner Meinung nach so schön wie möglich aussehen.  :thumbsup:

schorsch

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Re: Kriterien für einen Deckrüden
« Antwort #8 am: August 12, 2009, 18:28:19 Nachmittag »
Wird bei den Ruten und diesbezüglich gerade bei Ausstellungshunden nicht nachgeholfen, dass diese kerzengerade getragen werden. Ich habe da mal was vom sog. "stauchen" gehört. 

Nuggets

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Re: Kriterien für einen Deckrüden
« Antwort #9 am: August 12, 2009, 19:00:07 Nachmittag »
Wird bei den Ruten und diesbezüglich gerade bei Ausstellungshunden nicht nachgeholfen, dass diese kerzengerade getragen werden. Ich habe da mal was vom sog. "stauchen" gehört. 

Das meinte ich mit -ob die Rute 'echt' ist- .... :(
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schorsch

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Re: Kriterien für einen Deckrüden
« Antwort #10 am: August 12, 2009, 19:21:05 Nachmittag »
Das meinte ich mit -ob die Rute 'echt' ist- .... :(

OK. Ist das überhaupt feststellbar, wenn die Rute manipuliert wurde.

Nuggets

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Re: Kriterien für einen Deckrüden
« Antwort #11 am: August 12, 2009, 19:41:13 Nachmittag »
Das meinte ich mit -ob die Rute 'echt' ist- .... :(

OK. Ist das überhaupt feststellbar, wenn die Rute manipuliert wurde.

Ja wenn man weiß wo man schauen muss...
Liebe Grüße von
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schorsch

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Re: Kriterien für einen Deckrüden
« Antwort #12 am: August 12, 2009, 19:59:13 Nachmittag »
OK - Rute  überzogen oder geringelt - sind für uns Menschen Schönheitsmangel. Viel wichtiger für mich ist der Bereich "Wesen" , "Verhalten", "Charakter", wenn da was quer läuft, wird man sich für die gleiche Rasse wohl nicht mehr entscheiden.

Knuddelbero

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Re: Kriterien für einen Deckrüden
« Antwort #13 am: August 12, 2009, 22:12:48 Nachmittag »
Ringelruten führen definitiv zum Zuchtausschluß! Man kann bei den Ruten nur hoffen, daß die Züchter ehrlich sind, aber ich denke, wer einen Deckrüden sucht, macht sich sowieso kundig und viele Dinge schweigen sich herum... feststellen kann man das auch am Werdegang eines Rüden, wenn er in jungen Jahren ausgestellt wurde, Fotos existieren und er plötzlich mit kerzengerader Rute auftaucht... Ich biege auch nichts an Bero's Rute herum, ich glaube, die Hunde sind an dieser Stelle sehr empfindlich!

Noch haben wir ja nicht so die Erfahrung, ich kann mir aber gut vorstellen, daß ein Hund mit kerzengerader Rute in der Bewertung immer vor den nicht ganz perfekten stehen wird (zumindest, was die Vergabe von Anwartschaften anbelangt), was meiner Meinung nach in Ordnung geht und im Interesse der Erhaltung des Standards liegt. Im Gegensatz zu den Stehohren, die sich erst später entwickeln können, weiß man ja, was man adoptiert - übrigens scheint sich Sandras Aussage zu bewahrheiten, daß die Ruten mit zunehmendem Alter wieder etwas höher gehen, ich kann das auch beobachten - gerade wird sie aber nie werden.
« Letzte Änderung: August 12, 2009, 22:15:37 Nachmittag von Knuddelbero »

Nuggets

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Re: Kriterien für einen Deckrüden
« Antwort #14 am: August 12, 2009, 23:39:59 Nachmittag »
Ringelruten führen definitiv zum Zuchtausschluß!

Ganz klar: NEIN

Zitat
Man kann bei den Ruten nur hoffen, daß die Züchter ehrlich sind, aber ich denke, wer einen Deckrüden sucht, macht sich sowieso kundig und viele Dinge schweigen sich herum... feststellen kann man das auch am Werdegang eines Rüden, wenn er in jungen Jahren ausgestellt wurde, Fotos existieren und er plötzlich mit kerzengerader Rute auftaucht...

Diese Rüden werden in der Regel erst ausgestellt wenn die Rute 'gemacht' wurde vorher bekommt man sie nicht zu sehen. So dumm ist keiner, dass er den Rüden erst mit Natur-Ringel zeigt und dann später mit gerader Rute...

Zitat
Noch haben wir ja nicht so die Erfahrung, ich kann mir aber gut vorstellen, daß ein Hund mit kerzengerader Rute in der Bewertung immer vor den nicht ganz perfekten stehen wird (zumindest, was die Vergabe von Anwartschaften anbelangt), was meiner Meinung nach in Ordnung geht und im Interesse der Erhaltung des Standards liegt.

Und noch mal NEIN. Wenn der ringelrutige Hund das bessere Gebäude hat, dann steht er trotzdem meist vorn (habe ich oft genug mit Grayson erlebt!). Erst wenn man 2 gleichwertige Hunde im Ring hat, dann gibt der Fehler der nicht korrekten Rute den Ausschlag.

Zitat
Im Gegensatz zu den Stehohren, die sich erst später entwickeln können, weiß man ja, was man adoptiert - übrigens scheint sich Sandras Aussage zu bewahrheiten, daß die Ruten mit zunehmendem Alter wieder etwas höher gehen, ich kann das auch beobachten - gerade wird sie aber nie werden.

Bei den Glatten ist es z.B. so dass sie alle die Ruten auflegen. Aber sie dann wieder hochnehmen können. Macki hat die Rute komplett vom Ansatz her aufgelegt und heute trägt er sie so:



Bei den Glatten würde ich erst ab 6 Monaten endgültig sagen, wie die Rute getragen wird. Es sei denn ich bin mir schon vorher wegen der Verpaarung sicher...
Liebe Grüße von
Sandra & den Nuggets Foxis

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